Category: History

Afro-Auschwitz/Buchenwald

 

Lebensgeschichte im Buch verarbeitet

Gert Schramm

Gert Schramm

Gert Schramm wird Eberswalde auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Der 82-Jährige hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann – Mein Leben in Deutschland“, so der Titel der Autobiografie, die der Aufbau-Verlag ab 12. März in die Buchläden bringen wird.

Die Idee zum Buch hatte Gert Schramm schon vor mehr als drei Jahren. „Irgendwann ist niemand mehr da, der über die Nazi-Zeit und den Neubeginn nach Kriegsende etwas erzählen kann“, sagt der 82-Jährige bescheiden. „Der zweite Grund für mein Buch. Ich wollte etwas tun gegen den wiederauflebenden Nazismus. Ich möchte vor allem die Jugend warnen, solchen Ideologien auf den Leim zu gehen“, fügt er hinzu. 2008 hatte er deshalb angefangen, aufzuschreiben, wie sein Leben bisher verlaufen war. Mehr als 1000 handschriftliche Blätter waren schließlich zusammengekommen. Aus dem umfangreichen Material entstand ein Manuskript, das Gert Schramm seinem Buchenwaldkameraden Götz Dieckmann und dessen Frau zum Lesen gab. Beide befanden die Geschichte für gut. So kam es, dass Gert Schramm seine Biografie an mehrere Verlage verschickte. Vier meldeten sich zurück, darunter der Aufbau-Verlag, der den Eberswalder Autor bereits zur Buchmesse in Leipzig eingeladen hat. Dort wird der 82-Jährige sein Erstlingswerk am 17. März persönlich vorstellen. Die Eberswalder können das Buch schon am 11. März in der Brasserie am Stein kennenlernen. Dort liest Gert Schramm auf Einladung von Buchhändlerin Brigitte Puppe-Mahler.

Zu erzählen hat der 82-Jährige jede Menge. Als Kind eines schwarzen Amerikaners und einer Deutschen hat sich ihm das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte nachhaltig eingeprägt. Über seinen Vater weiß er nur, dass er Jack Brankson hieß und aus Kalifornien stammte. Er war Ingenieur für Stahlhochbau und 1927 als Vertragsarbeiter einer amerikanischen Firma nach Erfurt gekommen, die den Auftrag hatte, eine Eisenbahnbrücke zu bauen. Schramms Mutter arbeitete zu dieser Zeit als gelernte Schneiderin im Geschäft ihres Vaters. „Dort sind sich meine Eltern begegnet. Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein“, sagt Gert Schramm. Im November 1928 erblickte er das Licht der Welt. An seine Kindheit hat er nur gute Erinnerung. „Ich war der ganze Stolz meiner Familie“, sagt er.

MORE

 

Geteilte Geschichte: Noah Sow und Rosemarie Peña in neuer Buchveröffentlichung

Mitten im Black History Month 2011 erschien soeben im teNeues Verlag das Buch „Briefe bewegen die Welt, Band II – Liebe, Schicksal, Leidenschaft“ (herausgegeben von Hellmuth Karasek), in dem auch ein Brief Rosemarie Peñas an mich zu lesen ist.

In diesem Brief wird ein oft verdecktes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte sichtbar.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Deutschland viele Kinder zur Welt, die aus Beziehungen zwischen Schwarzen Soldaten der Alliierten und weißen deutschen Frauen stammten. Dass man diese Kinder nicht gerade willkommen hieß, lassen bereits die rassistischen Bezeichnungen der damaligen Zeit erahnen.

Deutschland und die USA berieten über Möglichkeiten, afrodeutsche Kinder in die Staaten auszusiedeln, damit amerikanische Paare sie adoptieren konnten.
Ihre Kinder zur Adoption freizugeben, wurde von deutscher Seite auch jenen Müttern nahe gelegt, die ihre Kinder selbst aufziehen wollten. Gerade „solche“ Kinder – so die scheinheilige Begründung – hätten es in den USA viel leichter, weil sie wegen der dortigen Bevölkerungsstruktur unter „ihresgleichen“ wären und besser integriert werden könnten. Die Wahrheit ist eine andere: Der Rassenwahn des Nationalsozialismus lag erst wenige Jahre zurück, und dem Adenauerstaat war an einer Auseinandersetzung darüber nicht gelegen. In einem Deutschland, das sich grundsätzlich als weiß verstand, passten Schwarze Babys nicht ins Bild. MEHR….

 

Bärbel Kampmann

 

Africans Fought for Kaiser and Germany in World War I

Black Soldier who fought for Germany in WWI

German African askaris served nobly under General von Lettow-Vorbeck in German East Africa during WWI. Africans also served in the Kaiser’s Army in Europe.

The Colonial Army (Schutztruppe) of the German Empire employed native troops–called askaris–led by German officers and NCOs. The highest concentration of such locally recruited troops was in German East Africa (now Tanzania). The first askaris in German East Africa were organized by the German East Africa Company around 1888. It was during the First World War, however, that the Askaris became the pride of the short-lived German empire.

Askaris were harshly disciplined and well paid

Harshly disciplined–as were all German troops of that time–and well paid–askaris received double the pay of their British counterparts in the King’s African Rifles, and received specialized training from German officers who were themselves subject to an extremely rigorous selection process. Before the onset of war in 1914, the basic Schutztruppe unit in Southeast Africa was the feldkompagnie comprised of seven or eight German officers and NCOs with around 160 askaris, including two machine gun teams. Such small independent commands were often supplemented by tribal irregulars or ruga-ruga.

The well-trained askaris in German East Africa commanded by Paul von Lettow-Vorbeck managed to resist numerically superior British, Portuguese and Belgian colonial forces from 1914 until the end of World War I in 1918.

Paul von Lettow-Vorbeck and his askaris‘ exploits in Africa during World War I

General von Lettow-Vorbeck is possibly the most successful guerrilla commander in military history. He and his native askaris are famous for their exploits in German East Africa during World War I. Lettow-Vorbeck was fluent in Swahili, which earned the respect and admiration of his African soldiers. Appointing black officers, he said with conviction, “we are all Africans here.” Lettow-Vorbeck greatly admired his askaris, who displayed a fanatic loyalty in return. He treated them with fairness and shared their hardships.

Read more at Suite101: Africans Fought for Kaiser and Germany in World War I

Related Posts with Thumbnails