Category: Racism

GHI Fall Lecture Series 2011

German Colonialism and the Concept of Transnational History

Organized by Clelia Caruso (GHI) and Uwe Spiekermann (GHI)

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In 1897 Chancellor von Bülow claimed “einen Platz an der Sonne” (a place in the sun) attempting to justify the recent and, as it turned out, comparatively short-lived German imperial ambitions. By the end of World War I, Germans colonial endeavors were already a thing of the past. The former German colonies quickly merged into other European empires and German society was hardly influenced by the brief imperial episode – or so it seemed. Following the lead of recent scholarship on transnationalism the lecture series “The Aftermath of German Colonialism” reopens the case. Historians from Germany and the United States will explore whether and to what extent imperialism shaped Germany and its former colonies and possibly continues to do so.

All lectures begin at 6:30 pm (refreshments will be served from 6:00 to 6:30 pm) and will be held at the German Historical Institute, 1607 New Hampshire Avenue NW (Directions). Please RSVP (acceptances only) by Tel. 202.387.3355, Fax 202.387.6437 or E-mail.

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WeTV: Jugendliche gegen Diskriminierung

Link: WeTV: Jugendliche gegen Diskriminierung

 

Ich lass mich nicht verjagen!” – Farbige Deutsche und ihre schwierige Heimat

 

Lebensgeschichte im Buch verarbeitet

Gert Schramm

Gert Schramm

Gert Schramm wird Eberswalde auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Der 82-Jährige hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann – Mein Leben in Deutschland“, so der Titel der Autobiografie, die der Aufbau-Verlag ab 12. März in die Buchläden bringen wird.

Die Idee zum Buch hatte Gert Schramm schon vor mehr als drei Jahren. „Irgendwann ist niemand mehr da, der über die Nazi-Zeit und den Neubeginn nach Kriegsende etwas erzählen kann“, sagt der 82-Jährige bescheiden. „Der zweite Grund für mein Buch. Ich wollte etwas tun gegen den wiederauflebenden Nazismus. Ich möchte vor allem die Jugend warnen, solchen Ideologien auf den Leim zu gehen“, fügt er hinzu. 2008 hatte er deshalb angefangen, aufzuschreiben, wie sein Leben bisher verlaufen war. Mehr als 1000 handschriftliche Blätter waren schließlich zusammengekommen. Aus dem umfangreichen Material entstand ein Manuskript, das Gert Schramm seinem Buchenwaldkameraden Götz Dieckmann und dessen Frau zum Lesen gab. Beide befanden die Geschichte für gut. So kam es, dass Gert Schramm seine Biografie an mehrere Verlage verschickte. Vier meldeten sich zurück, darunter der Aufbau-Verlag, der den Eberswalder Autor bereits zur Buchmesse in Leipzig eingeladen hat. Dort wird der 82-Jährige sein Erstlingswerk am 17. März persönlich vorstellen. Die Eberswalder können das Buch schon am 11. März in der Brasserie am Stein kennenlernen. Dort liest Gert Schramm auf Einladung von Buchhändlerin Brigitte Puppe-Mahler.

Zu erzählen hat der 82-Jährige jede Menge. Als Kind eines schwarzen Amerikaners und einer Deutschen hat sich ihm das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte nachhaltig eingeprägt. Über seinen Vater weiß er nur, dass er Jack Brankson hieß und aus Kalifornien stammte. Er war Ingenieur für Stahlhochbau und 1927 als Vertragsarbeiter einer amerikanischen Firma nach Erfurt gekommen, die den Auftrag hatte, eine Eisenbahnbrücke zu bauen. Schramms Mutter arbeitete zu dieser Zeit als gelernte Schneiderin im Geschäft ihres Vaters. „Dort sind sich meine Eltern begegnet. Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein“, sagt Gert Schramm. Im November 1928 erblickte er das Licht der Welt. An seine Kindheit hat er nur gute Erinnerung. „Ich war der ganze Stolz meiner Familie“, sagt er.

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100 Jahre Weltfrauentag: Neun Frauen erzählen von Wünschen Wut und Widerstand: Noah Sow

Noah Sow ist Autorin des Buches „Deutschland Schwarz Weiß - der alltägliche Rassismus“. Sie lebt in Hamburg und ist Mitglied des Interkulturellen Rates Deutschland. Foto: imago

via FRANKFURTER RUNDSCHAU

“Die Quote könnte Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt schnell ausräumen”

Noah Sow, 36 Jahre

Noah Sow ist Autorin des Buches „Deutschland Schwarz Weiß – der alltägliche Rassismus“. Sie lebt in Hamburg und ist Mitglied des Interkulturellen Rates Deutschland.
Foto: imago

Natürlich muss der Kampf so lange weitergehen, bis Gleichbehandlung Realität ist. Ich denke, am wichtigsten wäre zuerst, dass wir als Frauen nicht mehr diskriminiert und sexualisiert werden. Wenn wir immer noch in den Medien als Objekte dargestellt werden, ist es kein Wunder, dass wir auch bei der Aufsichtsratspostenverteilung nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

An unserer Leistung werden wir noch zu oft erst in zweiter Linie gemessen. Das muss aufhören. Eine wichtige Unterstützung von Männern wäre es, dass diese mal über ihre unendliche Eitelkeit hinweg kommen, ihr Ego für fünf Minuten in den Griff kriegen und vielleicht sogar auf ein paar der Privilegien verzichten, die sie unverdientermaßen innehaben. Unverdient, weil Frauen natürlich mindestens gleich intelligent und qualifiziert sind, aber weniger Wertschätzung und Lohn für ihre Arbeit erfahren und mit anderen Maßstäben gemessen werden. Männer finde ich dann stark, wenn sie solidarisch sind, zum Beispiel Sexismus offensiv bekämpfen. Wer seinen Erfolg auf ein künstliches Kleinhalten von Frauen stützt, ist dagegen nur armselig. Ich finde es schade, dass die starken Begriffe Emanzipation und Feminismus von Männern mit unendlich vielen abwertenden Assoziationen belegt wurden. Hier mein Aufruf an alle jungen Frauen, die diese Begriffe nicht verwenden: Wer euch nur mag, wenn ihr nicht zugebt, dass ihr emanzipiert seid und für Frauenrechte eintretet, ist nicht gut genug. Versprochen!

Aufgezeichnet von Hans-Hermann Kotte

Natürlich muss der Kampf so lange weitergehen, bis Gleichbehandlung Realität ist. Ich denke, am wichtigsten wäre zuerst, dass wir als Frauen nicht mehr diskriminiert und sexualisiert werden. MEHR

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