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Hannover – Ausgerechnet ein Trachten-Utensil brachte den Jazz-Trompeter Billy Mo an die Spitze der Hitparaden. “Ich kauf’ mir lieber einen Tirolerhut”, sang der dunkelhäutige Mann aus Trinidad 1962 und erfreute damit die deutschen Schlagerfans. In den sechziger Jahren war Mo neben Stars wie Conny Francis und Gus Backus ein gern und oft gesehener Gast in den Musiksendungen des Fernsehens. Am Freitagmorgen starb der Musiker nach langer Krankheit an Herzversagen in einem Krankenhaus in Hannover. Er war seit zweieinhalb Jahren ein Pflegefall.
Billy Mo, mit bürgerlichem Namen Peter Mico Joachim, wurde am 22. Februar 1923 in Trinidad geboren. Er erhielt ein Stipendium an der Londoner Musikhochschule, wo er als Sänger und Trompeter ausgebildet wurde und unter anderem mit Stars wie Winifred Atwell und der Ivor Curzon Band auftrat. 1956 kam Mo nach Hamburg. In der Folgezeit entstanden hochwertige Swing-Einspielungen.
Erfolgreich war Mo allerdings eher mit der Schlager-Musik: Neben dem “Tirolerhut” gelangen ihm zahlreiche Hitparaden-Erfolge, darunter “Wenn die Elisabeth” (1960), “Bierdeckel-Polka” (1963), “Das Humbta-Täterä” (1964) und “Der Salontiroler” (1964). FULL STORY HERE…
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Das afro-deutsche Theaterensemble Label Noir ist im September mit seinem Stück „Heimat, bittersüße Heimat“ auf Brandenburg-Tour. Die Amadeu Antonio Stiftung fördert das Schauspielensemble.
Von Robert Fähmel
„Heimat, Bittersüße Heimat“ zeigt schon im Titel die Ambivalenz des Lebens als Schwarzer Deutscher. Auch im beginnenden 21. Jahrhundert sind Deutsche mit nicht-stereotypem Erscheinungsbild täglich mit scheinbar nett gemeinten Fragen und Bemerkungen konfrontiert, die nichts anderes sind als alte Vorurteile in neuer Verpackung. Diesem ganz besonderen Gefühl, Schwarz und zugleich Deutsch zu sein, begegnet Label Noir mit ihrem aktuellen Stück.
Klischee-Rollen
Das 7-köpfige Ensemble gründete sich im Jahre 2007 mit der Absicht, Schwarze Schauspieler auf die deutschen Bühnen zu bringen und ihnen ganz alltägliche Rollen zu verschaffen. Die Mitglieder, allesamt professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler mit langjähriger Erfahrung, bekommen sonst meist nur Klischee-Rollen. Lara Sophie Milagro, künstlerische Leiterin des Ensembles: „Allgemeiner gesprochen möchten wir die Vorstellungen davon, was deutsch ist und deutsch sein kann, ändern und erweitern. Die kulturelle Identität ist nicht das äußere Erscheinungsbild eines Menschen.“
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